Taxi 66666 Braunschweig
2.Platz beim ADAC Taxi-Test
Braunschweigs Taxifahrer punkten mit ihrer Ehrlichkeit
Zweiter Platz im ADAC-Großstadttest – Größtes Manko ist die Sauberkeit der Autos
Braunschweigs Taxigewerbe ist das zweitbeste im Land. Das ergab ein Test des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) in zwölf Großstädten. Bemerkenswert ist die hundertprozentige Ehrlichkeit der Braunschweiger Fahrer.
Geschlagen werden die hiesigen Fuhrunternehmen in der Gesamtwertung lediglich von denen aus Potsdam. "Das ist ein gutes Ergebnis für Braunschweig und für Niedersachsen. Beim Test im vergangenen Jahr war aus unserem Bundesland Hannover unter die Lupe genommen worden – und schnitt mäßig ab", erinnert sich ADAC-Sprecherin Christine Rettig.
Die Chefs der beiden Braunschweiger Taxi-Zentralen sind zufrieden mit dem Ergebnis, sehen aber auch Verbesserungsbedarf. Jürgen Hartmann und Burkhard Scheller möchten erreichen, dass die Fahrer freundlicher werden und sich vor allem der Zustand der Autos bessert.
Braunschweigs Chauffeure punkten in dem Test vor allem mit ihrer Ehrlichkeit. In der Kategorie Routentreue schaffen sie mit der Note "sehr gut" den ersten Platz; während der 20 Testfahrten nahm niemand einen Umweg, um mehr Geld kassieren zu können. "Das ist sehr beruhigend. Wahrscheinlich kennt jeder das Gefühl, in ein Taxi zu steigen und nicht zu wissen, ob der Fahrer den kürzesten Weg einschlägt", sagt ADAC-Landeschef Reinhard Manlik.
Mit der Note "ausreichend" belegen die Braunschweiger Taxi-Unternehmen in der Beurteilung der Qualität der Fahrer den fünften Rang. Als Prüfkriterien galten das Einhalten der Verkehrsregeln, aber auch Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft.
Taxi-Unternehmer Scheller gibt zu bedenken: "Wir haben eine sehr unterschiedliche Struktur im Personal, möchten aber eine einheitliche Qualität erreichen. Deshalb gibt es Schulungen, und wir sprechen auch schon mal Geldstrafen aus." Konkurrent Jürgen Hartmann verweist auf eine Änderung in seiner Zentrale: "Wir haben unseren Werbe-Etat drastisch reduziert und einen professionellen Trainer verpflichtet, der unsere Fahrer und Disponenten in Kundenfreundlichkeit unterrichtet."
Auch wenn es keine technischen Mängel gab – mangelhaft ist das Braunschweiger Resultat in der Kategorie Fahrzeuge. "Das hat den ersten Platz in der Gesamtwertung gekostet und muss verbessert werden", fordert Manlik. Die Leiter der Taxizentralen zeigen sich "überrascht", dass die Prüfer dreckige Sitze oder auch einen Sprung in der Windschutzscheibe fanden. Sie versprechen: "Das verbessern wir."
Quelle: BZ v. 27.10.09
